Zitrusöle

Hell, spritzig, mit kurzem Nachhall: Zitrusöle sind der einfachste Einstieg in die ätherischen Öle – günstig, gut verträglich und fast überall passend.

Sie werden aus der Fruchtschale kaltgepresst und verfliegen schneller als holzige Öle. Das macht sie zum Duft für den Vormittag und für frisch gelüftete Räume.

Zitrusöle gehören zu den beliebtesten ätherischen Ölen – und zu den zugänglichsten. Sie riechen nach dem, was jeder kennt, sind mild in der Anwendung und kosten einen Bruchteil dessen, was für Blüten- oder Harzöle aufgerufen wird. Wer mit ätherischen Ölen beginnt, beginnt fast immer hier.

Was Zitrusöle ausmacht

Zitrusöle werden fast alle durch Kaltpressung der Fruchtschale gewonnen, nicht durch Destillation. Das erhält die spritzige Frische, macht sie aber auch empfindlicher: Sie oxidieren schneller als andere Öle und sollten innerhalb eines Jahres aufgebraucht werden. In der Duftpyramide sind sie Kopfnoten – sofort präsent, aber flüchtig. Nach zwanzig bis dreißig Minuten sind sie verflogen, weshalb sie sich für den Vormittag und für Räume eignen, die man ohnehin regelmäßig lüftet.

Welches Zitrusöl wofür?

  • Zitrone – klar und sauber, der Klassiker für Küche und Arbeitszimmer.
  • Orange – süß und rund, das verträglichste und kinderfreundlichste der Familie.
  • Grapefruit – herb-frisch, etwas trockener als Orange.
  • Bergamotte – blumig-fein, die eleganteste Zitrusnote.
  • Limette – scharf und grün, spritzig wie kein zweites.

Wer eine zitrische Note ohne die Phototoxizität sucht, findet sie in Litsea Cubeba – botanisch kein Zitrusöl, aber zitronig im Duft und frei von Furocumarinen.

Der wichtigste Sicherheitshinweis: Phototoxizität

Kaltgepresste Zitrusöle enthalten Furocumarine und sind phototoxisch. Auf die Haut aufgetragen und danach der Sonne ausgesetzt, können sie Reizungen und Verfärbungen auslösen. Die Regel ist einfach: nach dem Auftragen zwölf Stunden direkte Sonne meiden. Für die Beduftung von Räumen und Gegenständen spielt das keine Rolle – nur für Hautanwendungen. Bergamotte ist hier der intensivste Fall, Orange der mildeste.

Haltbarkeit und Lagerung

Zitrusöle sind die kurzlebigsten im Sortiment. Sauerstoff und Licht setzen ihnen zu, ein oxidiertes Zitrusöl riecht flach und leicht ranzig. Kühl, dunkel und fest verschlossen lagern, kleine Gebinde bevorzugen und innerhalb eines Jahres aufbrauchen. Wer viel im Haushalt beduftet, greift eher zu Litsea Cubeba im größeren Gebinde.

Häufige Fragen

Warum sind Zitrusöle phototoxisch?
Weil sie durch Kaltpressung gewonnen werden und dabei Furocumarine aus der Schale enthalten. Diese reagieren mit UV-Licht. Zwölf Stunden Abstand zur Sonne nach dem Hautkontakt genügen.

Welches Zitrusöl ist am mildesten?
Orange. Sie ist süß, gut verträglich und die naheliegende Wahl für Kinderzimmer und Einsteiger.

Warum verfliegt der Duft so schnell?
Zitrusöle sind Kopfnoten mit hohem Dampfdruck. Wer will, dass etwas länger trägt, kombiniert sie mit einer holzigen Basisnote wie Zedernholz.

Wie lange sind Zitrusöle haltbar?
Etwa ein Jahr. Sie oxidieren schneller als holzige oder harzige Öle. Kühl und dunkel lagern.

Kann ich Zitrusöle in der Küche verwenden?
Einige eignen sich dafür – bitte die jeweilige Produktseite beachten. Mehr dazu unter Aromaküche.