Sellerieöl: Duft, Herkunft und Anwendung des ätherischen Öls

Sellerieöl klingt zunächst nach Gemüsesuppe – und genau das macht es so spannend. Das ätherische Öl wird aus den Samen des Selleries gewonnen und duftet frisch, würzig und krautig, mit einer klaren, markanten Note. Im deutschsprachigen Netz findet man kaum Informationen dazu. Hier erfährst du, was Sellerieöl ist, wie es riecht, wie du es anwendest und worauf du achten solltest.


Was ist Sellerieöl?

Sellerieöl ist das ätherische Öl des Selleries (botanischer Name: Apium graveolens). Sellerie gehört zur Familie der Doldenblütler – wie Dill, Fenchel, Kümmel und Liebstöckel. In der Küche kennen wir vor allem Knollen- und Staudensellerie. Für das ätherische Öl werden jedoch weder Knolle noch Stangen verwendet, sondern die kleinen, bräunlichen Samen der Pflanze.

Unser Sellerieöl wird per Dampfdestillation aus den Selleriesamen gewonnen: Wasserdampf strömt durch die zerkleinerten Samen, nimmt die flüchtigen Duftstoffe auf und wird anschließend abgekühlt, sodass sich das ätherische Öl vom Wasser trennt. Unser Sellerieöl stammt aus Indien.

Sellerie ist eine uralte Kulturpflanze. Im antiken Griechenland hieß wilder Sellerie selinon, und bei den Nemeischen Spielen wurden die Sieger traditionell mit Kränzen aus Sellerie geehrt. Selleriesamen sind bis heute ein klassisches Gewürz – etwa im Selleriesalz oder in Gewürzmischungen. Das ätherische Öl fängt genau diesen würzig-klaren Samenduft ein.


Der Duft: frisch, würzig, krautig

Sellerieöl riecht frisch und würzig, mit einer klaren, krautigen Note, die sofort an Sellerie erinnert – nur konzentrierter und wärmer. Es gehört zur Duftfamilie der krautig-würzigen Öle.

  • Kopfnote: frisch, grün, klar
  • Herznote: würzig-krautig, typisch Sellerie
  • Basisnote: warm, leicht erdig und süßlich

Ähnlich, aber kräftiger und erdiger, riecht Liebstöckelöl. Sellerieöl ist etwas klarer und frischer. Sparsam dosiert verleiht es Mischungen mit Zitrus- und Kräuterölen eine ungewöhnliche, natürliche Würze.


Anwendungsideen für Sellerieöl

  • Diffuser: 1–2 Tropfen auf 150–200 ml Wasser reichen für ein normales Zimmer. Der Duft ist intensiv – lieber klein anfangen. Mehr zur Dosierung in unserem Ratgeber Ätherische Öle im Diffuser.
  • Duftlampe: 1–2 Tropfen in die Wasserschale. Das Öl ist entzündbar, daher nie direkt auf heiße Flächen geben und die Duftlampe nicht unbeaufsichtigt lassen.
  • Raumspray: Ein Tropfen Sellerieöl in einem selbst gemischten Raumspray mit Zitrusölen sorgt für eine frische, grüne Note.
  • Aroma-Stein oder Duftholz: 1 Tropfen für einen dezenten, würzigen Akzent.
  • Duftendes Massageöl: Für eine Massageölmischung 2–3 Tropfen Sellerieöl auf 10 ml Trägeröl geben – immer verdünnt und nur nach einem Hauttest (siehe Sicherheitshinweise). So genießt du den Duft bei einer Massage.

Duftmischungen mit Sellerieöl

Die folgenden Rezepte sind für einen Diffuser mit 150–200 ml Wasser gedacht:

1. Grüner Garten

2. Klare Frische

3. Würzige Brise

Lust auf eine fertige, krautig-frische Komposition? Unsere Mischung Frischegeist lässt sich mit einem Tropfen Sellerieöl um eine grüne, würzige Facette ergänzen.


Sicherheitshinweise

Sellerieöl ist hochkonzentriert. Bitte beachte die Gefahrenhinweise auf dem Etikett:

  • Nie pur auf die Haut: Das Öl verursacht unverdünnt Hautreizungen. Immer verdünnen – 2–3 Tropfen auf 10 ml Trägeröl, z. B. Mandelöl oder Jojobaöl.
  • Hauttest: Sellerieöl kann allergische Hautreaktionen verursachen. Teste die verdünnte Mischung vorher an einer kleinen Stelle in der Armbeuge und warte 24 Stunden.
  • Sellerie-Allergie: Sellerie zählt in der EU zu den kennzeichnungspflichtigen Lebensmittelallergenen. Wenn du weißt, dass du auf Sellerie allergisch reagierst, verzichte auf das Öl.
  • Nicht einnehmen: Kann bei Verschlucken und Eindringen in die Atemwege lebensgefährlich sein. Bei Verschlucken sofort Giftinformationszentrum oder Arzt anrufen, kein Erbrechen herbeiführen.
  • Entzündbar: Von Hitze, Funken und offenen Flammen fernhalten; in gut belüfteten Räumen verwenden.
  • Kinder: Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Vor der Anwendung bitte eine Fachperson fragen.
  • Haustiere: Vor allem Katzen reagieren empfindlich auf ätherische Öle. Mehr dazu in Ätherische Öle und Tiere.
  • Umwelt: Sehr giftig für Wasserorganismen – Reste bei einer Entsorgungsstelle abgeben.

Kühl, dicht verschlossen und lichtgeschützt gelagert hält dein Öl am längsten – alle Tipps in Ätherische Öle richtig lagern.


Sellerieöl kaufen: worauf achten?

  • Botanischer Name: Apium graveolens sollte auf dem Etikett stehen.
  • Pflanzenteil: Ätherisches Sellerieöl wird in der Regel aus den Samen gewonnen – diese Angabe gehört aufs Etikett.
  • 100 % naturrein: ohne Zusätze, ohne synthetische Duftstoffe, nicht mit Trägeröl verdünnt.
  • Herkunft und Charge: Herkunftsland und Chargennummer sorgen für Nachvollziehbarkeit.
  • Braunglas: Lichtgeschützte Flasche mit Tropfer.

Worauf es sonst noch ankommt, erklären wir in Ätherische Öle kaufen: Woran du echte Qualität erkennst.

Unser Sellerieöl ist 100 % naturrein, dampfdestilliert aus den Samen von Apium graveolens aus Indien, in Deutschland handabgefüllt – erhältlich in 10 ml, 50 ml, 100 ml und 500 ml in der Braunglasflasche mit Tropfer.


Häufige Fragen zu Sellerieöl

Wie riecht Sellerieöl?
Frisch, würzig und krautig mit klarer Sellerie-Note und einer warmen, leicht erdigen Basis. Es ist intensiv und wirkt am besten sparsam dosiert.

Kann man Sellerieöl zum Kochen verwenden?
Nein. Unser ätherisches Sellerieöl ist für Raumduft und verdünnte äußerliche Anwendung bestimmt und nicht zum Verzehr geeignet. Für die Küche verwendest du frischen Sellerie oder getrocknete Selleriesamen als Gewürz.

Wird Sellerieöl aus der Knolle gewonnen?
Nein. Unser Sellerieöl wird aus den Samen der Selleriepflanze destilliert, nicht aus Knolle oder Stangen.

Wie viele Tropfen Sellerieöl gehören in den Diffuser?
1–2 Tropfen auf 150–200 ml Wasser. In Mischungen genügt meist ein Tropfen neben anderen Ölen.

Womit kann man Sellerieöl kombinieren?
Gut passen Zitrusöle wie Zitrone, Limette und Grapefruit, krautige Öle wie Basilikum und Pfefferminze sowie würzige Samenöle wie Koriander.

Woher kommt euer Sellerieöl?
Aus Indien. Es wird per Dampfdestillation aus den Samen gewonnen und in Deutschland von Hand abgefüllt.


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